Ist das Coronavirus gefährlicher als ein Grippevirus?

Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage. Das Coronavirus stellt uns vor ganz andere Herausforderungen als das Grippevirus.

 Laut Angaben des Robert Koch Instituts ist die Übertragung des neuartigen Coronavirus „sehr effizient“, das heißt sie gelingt viel leichter als bei einer Grippe und es fehlt an einer Grundimmunität in der Bevölkerung.

 Zudem ist das Virus noch nicht ausreichend erforscht und es stehen momentan keine antiviralen Medikamente zur Verfügung und auch keine Schutzimpfung.

 Ob mehr Menschen an der Grippe oder an dem Corona-Virus sterben dazu gibt es unterschiedliche Aussagen. Dieses kann sicher erst im Nachhinein beurteilt werden.

Schnelltests

Trotz der extremen Beanspruchung des Gesundheitswesens, u.a. durch die aufwendigen und teuren Testverfahren, warnen die Expert*innen vor Schnelltests zum Nachweis des Coronavirus:

Die Qualität der Schnelltests sei bisher nicht hinreichend, daher stellten sie keine Alternative zu den bisherigen Testverfahren in Form eines Abstrichs dar.

Bitte beachten Sie bitte hierzu unseren Beitrag „Warum erhalte ich keinen Abstrich?“.

Warum erhalte ich keinen Abstrich?

Das Robert Koch Institut hat die Kriterien welche Patienten abgestrichen werden soll am 24.03.20 angepasst.

Es sollen nur noch Patienten mit akuten Symptomen abgestrichen werden, die:

  • in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten
  • Hinweise auf eine Lungenentzündung- oder bereits im Röntgenbild bestätigte Lungenentzündung haben.
  • Patienten die über 60 Jahre alt sind oder Patienten jedes Alters, die Medikamente nehmen müssen,  die das Immunsystem herabsetzen (Tumorerkrankungen, Chemotherapie, Rheuma, Kortisioneinnahme)

Zu den typischen Symptomen zählen i.b. Fieber, Husten und ein starke Abgeschlagenheit.

Bei Fragen rufen Sie uns bitte an.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 wurde wahrscheinlich erstmalig im Dezember 2019 von einem Wildtier auf Menschen übertragen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, das Virus ist sehr ansteckend.

Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion (durch Husten, Niesen in unmittelbarer Nähe zu einer anderen Person, über ein längeres direktes Gespräch etc.). Dies kann auch indirekt über Hände geschehen, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden (deshalb ist regelmäßiges Händewaschen sehr wichtig).

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit (also die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung) bis zu 14 Tage betragen kann, durchschnittlich liegt sie bei 5-6 Tagen.

Allerdings ist derzeit Vieles noch nicht genau geklärt: z. B. die Dauer der Ansteckungsgefahr, die von Erkrankten ausgeht, und der Zeitpunkt der höchsten Ansteckungsgefahr.

Möglicherweise sind infizierte Personen bereits ansteckend, bevor sie Symptome zeigen. Manche infizierte Menschen zeigen nur wenige oder auch gar keine Symptome.

Auf unbelebten Oberflächen (wie Münzen, Türklinken) können die Viren einige Stunden bis Tage überleben. Eine Übertragung auf diesem Wege ist nicht auszuschließen, aber schwer nachzuweisen. Deswegen ist eine gute Händehygiene so wichtig.

COVID-19 und Ibuprofen

In den letzten Tagen erreichten uns immer wieder Anfragen, ob Ibuprofen oder sog. ACE-Hemmer (Ramipril, Enslapril) ein Risiko für schwere Verläufe einer Covid-19 Infektion darstellen können.

Hierzu hat die Weltgesundheitsorganisation folgendes mitgeteilt:

Die theoretische, nicht durch Evidenz gestützte Überlegung, dass die Einnahme von Ibuprofen oder ACE-Hemmern zu einem schwereren Verlauf von COVID-19 führen kann, wurde von der WHO zurückgenommen.

Von einem Ab- oder Umsetzen der Blutdruckmedikation wird klar abgeraten.